"Melodie & Rhythmus" wieder zurück

Das Tanz- und Unterhaltungsmagazin "Melodie & Rhythmus" aus der DDR ist seit dem 14. Mai 2004 wieder erhältlich. Drei frühere Fans des Magazins wagen nach 14 Jahren ein Comeback des einst oft ausverkauften Fachblatts in Miniformat und schwarz/weiß.

Die neue "Melodie & Rhythmus" widmet sich wieder dem Jazz, Rock, Pop, Folk und Folklore. Neu sind Beiträge über Hörbücher. Es gibt Artikel über Künstler, Interviews und Plattenkritik. Hauptaugenmerk legen die rund 20 Musikjournalisten dabei vor allem auf Musiker aus den einstigen sozialistischen Ostblock-Staaten. Das Blatt will nach Aussagen von Herausgeber Hentschel den Künstlern Platz einräumen, die in der DDR eine große Rolle spielten, inzwischen aber in Vergessenheit geraten sind.
In der Startausgabe widmet sich das Magazin dem Werdegang der ungarischen Sängerin Zsuzsa Koncz. "Melodie & Rhythmus" berichtet aber auch über Musiker, die zwar nicht aus den sozialistischen Staaten kamen, dort aber einen Karriere-Schub hatten, wie die kanadischen Hardrocker von Saga. Nach Angaben von Hentschel geht es den Blattmachern vor allem darum, mit der neuen "Melodie & Rhythmus" die Leser an vergangene Zeiten und Musikvorlieben zu erinnern, ohne in Nostalgie zu schwelgen.
Deshalb gibt es auch immer wieder Neues von Künstlern zu erfahren, die keinen starken Bezug zu Ostdeutschland haben. Das zeigen im ersten Heft Interviews mit der kanadischen Rocksängerin Alanis Morissette, Lenny Kravitz und Faithless.

Auflage 1990 eingestellt

Von der DDR-Musikzeitschrift sind der Name und die Mischung von Farbe und schwarz/weiß geblieben. Das Logo ist neu, denn "Melodie & Rhythmus" soll eine moderne Zeitschrift sein. Sie soll vierteljährlich erscheinen und 3,90 Euro kosten.
"Melodie & Rhythmus", das einzige Musikmagazin der DDR, erschien erstmals 1957. In der Zeitschrift gab es Nachrichten und Porträts von nationalen und internationalen Künstlern sowie Berichte über Neuerscheinungen des DDR-Plattenlabels Amiga. Nach dem Mauerfall übernahm der Henschel Verlag Berlin die Herausgabe. Wegen stark sinkender Auflage wurde das Magazin jedoch 1990 eingestellt.

Quelle: MDR
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